Wildblumenwiesen Saatgut sonnig, trockener Boden

Wildblumenwiesen Saatgut sonnig, trockener Boden

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Du möchtest Dir eine Blumenwiese anlegen mit heimischen Wildblumen?

Das Saatgut ist REWISA (Regionales Wiesen Saatgut) zertifiziert und kann in österreichischen und deutschen Gärten angebaut werden.

Hier kannst Du Dir ansehen wie Du Deine Blumenwiese anlegen kannst:

https://bit.ly/2NHDRFZ

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Die Ansaat in den Bestand kann eine Neuansaat nur ersetzen, wenn es sich um alte, lückige Rasenbestände oder artenarme Wiesen handelt, die durch die Art der Nutzung an Vielfalt verloren haben. In jüngerer Zeit eingesäte Rasenflächen insbesondere mit Rotschwingel (Festuca rubra rubra) eignen sich grundsätzlich nicht zur umbruchlosen Ansaat. Zuchtgräser und -leguminosen unterdrücken die nachgesäten Wildblumen zu sehr.

Die bestehende Wiese sollte ferner nur wenige Futtergräser – wie zum Beispiel Glatthafer, Weidel-, Liesch-, Knaul- oder Honiggras – enthalten. Die Ansaat sollte möglichst vor angekündigten Niederschlägen von Februar – Mai oder Ende August – Anfang September erfolgen. Bitte nicht düngen, denn je magerer der Boden, desto blütenreicher entwickeln sich die Wiesen.

Anteile insgesamt in der ungefähren Aufteilung

ca. 30% Einjährige Mix
ca. 50% ausdauernde und zweijährige Kräuter Mix
ca. 20% Gräser Mix

ARTENAUSZUG


Einjährige Kräuter:
Kornrade (Agrostemma githago), Barbarakraut (Barbarea vulgaris), Kornblume (Centaurea vulgaris, Klatschmohn (Papaver rhoeas), Nach-Lichtnelke (Silene noctiflora)
Eher zweijährige Kräuter (bisweilen auch einjährig oder selten mehrjährig):
Wilde Karotte (Daucus carota), Natternkopf (Echium vulgare)


Mehrjährige Kräuter (bisweilen auch nur zweijährig):
Schafgarbe (Achillea millefolium), Heilziest (Betonica officinalis), Wiesenglockenblume (Campanula patula), Skabiosenflockenblume (Centaurea scabiosa, Wiesenflockenblume schmalblättrig (Centaurea jacea angustifolia), Flockenblume (Centaurea jacea), Gewöhnliches Hornkraut (Cerastium holosteoides), Heidenelke (Dianthus deltoides), Wiesen-Labkraut (Galium album), Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare), Hornklee (Lotus corniculatus), Kuckuckslichtnelke (Lychnis flos-cuculi), Pechnelke (Lychnis viscaria), Spitzblattmalve (Malva alcea), Spitzwegerich (Plantago lanceolata), Wiesen Salbei (Salvia pratensis), Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor), Rote Lichtnelke (silene dioica), Nickendes Leimkraut (Silene nutans), Gemeines Leimkraut (Silene vulgaris)


Gräser:
Rotes Straußgras (Agrostis capillaris), Ruchgras (Antoxanthum odoratum), Zittergras (Briza media), Aufrechte Trespe (Bromus erectus), Kammgras (Cynosurus cristatus), Rotschwingel (Festuca nigrescens), Schmalblättrige Rispe (Poa angustifolia)

So wird’s gemacht:

Den Altbestand abmähen und stark vertikutieren, fräsen oder grubbern, um die Grasnarbe aufzureißen. Nur ausreichende Bodenlockerung sorgt dafür, dass eine Etablierung der Kräuter möglich ist. Die Fläche nicht zu oberflächlich bearbeiten und langsam überfahren, da sich sonst die Grasnarbe zu schnell wieder schließt: Eine 50%-ige Regeneration der Wiese erfolgt bereits nach wenigen Monaten. Auf die lockere Erde 1-2 g/mÇ Blumenwiesen-Saatgut säen und den Bodenschluss durch Anwalzen herstellen. Dieser ist nötig, damit der Samen quellen und schließlich keimen kann. Bitte beachten: Das sehr feine Saatgut nicht einarbeiten, da es sich oft um Lichtkeimer handelt. Bei Ansaat mit Saatmaschinen wird die Grasnarbe zu wenig verletzt und es wird oft zu tief eingesät.

TIPP Bevor das Saatgut ausgebracht wird, bereits einmal leicht abwalzen, damit keine tiefen Furchen mehr vorhanden sind. Nach erfolgter Ansaat nochmals anwalzen. Dies geschieht, weil einige Samen so fein sind, das sie in Spalten oder Furchen eines zu groben Saatbeetes fallen. Durch das anschließende Walzen werden unter Umständen diese Furchen geschlossen und das Saatgut keimt nicht. Denn der allergrößte Anteil des Saatgutes sind Lichteimer. Daher dürfen diese nur minimal oder nicht mit Erde abgedeckt werden.

Erhöhter Pflegeaufwand im 1. Jahr:

Die Gräser aus dem Altbestand müssen während des 1. Jahres nach der Ansaat kurz gehalten werden, bis die neu ausgesäten Kräuter Blattrosetten gebildet haben. Im Folgejahr sollte Anfang bis Mitte Mai nochmals ein Pflegeschnitt durchgeführt werden. Erst danach die Wiese wachsen und blühen lassen. Die Schnitthäufigkeit in den folgenden Jahren richtet sich nach Standort, Pflanzengesellschaft und Witterung.

Für die Entwickler des Saatgutes kann keine Gewähr übernommen werden, da diese von Einflüssen abhängig ist, die wir nicht kontrollieren können. Wenn es Probleme gibt, beraten wir jedoch gern.

Generelle wichtige Hinweise zur Artenzusammensetzung und zur Keimung bzw. der langfristigen Entwicklung einer Blumenwiesenmischung:

1.) Zur Keimung
Ein- und zweijährige Arten keimen meist wesentlich rascher, als die mehrjährigen Arten. Diese werden langfristig auch großteils wieder verschwinden, da sie für ihren Fortbestand ja auf offene Flächen in der Fläche angewiesen sind, um neuerlich keimen zu können. Dies ist ein völlig natürlicher Prozess und auch nicht beklagenswert. Einjährigen Arten werden beigemengt, um eine raschere Blüte zu erreichen und gleichzeitig ist das rasche Keimen dieser einjährigen ein gewisser Schutz für die nachlaufenden mehrjährigen Kräuter.


2.) Zur Artenzusammensetzung
Die in der Blumenwiesenmischung enthaltenen Arten müssen nicht zwingend auch in der sich bereits entwickelnden Blumenwiese enthalten sein. Die hohe Artenanzahl dient vor allem auch dazu, die für diesen Standort besonders gut geeigneten Arten auch dabei zu haben. Das Saatgut und dessen Entwicklung hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem auch, ob die Böden kalkhaltig sind oder ob eine Beschattung durch Bäume vorliegt oder feuchtere Stellen vorhanden sind. Die Arten, die für diesen Standort die fittesten sind, werden sich langfristig auch etablieren. Andere, weniger gut geeignete Arten werden verschwinden oder auch schon bei der Keimung Schwierigkeiten haben. Es wird sich also – abhängig von Standort und Bodenart die gleiche Saatgutmischung jeweils anders entwickeln. Dies macht auch den besonderen Reiz und Vorteil von Saatgutmischungen gegenüber herkömmlichen Pflanzungen aus, die eine wesentlich schwächere Adaptionsfähigkeit haben.

Das Ausbleiben einzelner oder mehrerer Arten ist also völlig normal und daher auch kein Beanstandungsgrund, sondern liegt in der Sache einer Blumenwiesenentwicklung.
3.) Zur langfristigen Entwicklung
Auch langfristig verändern Blumenwiesen ihr Erscheinungsbild. Je nach Jahresniederschlagsmenge, Wetterverlauf, Mähzeitpunkt, Mähhäufigkeit u.v.m.reagiert die Blumenwiese mit einer Änderung ihres Erscheinungsbildes. Manche Arten können sich besser mit der neuen Situation zurechtfinden, andere werden zurückgedrängt oder verschwinden ganz. Auch dies sind völlig natürliche Vorgänge. Am stärksten verändern Blumenwiesen ihr Aussehen normalerweise in den ersten 2 – 3 Jahren. Viele der enthaltenen mehrjährigen Kräuter brauchen oft ein oder sogar zwei und mehr Jahre, um überhaupt zu keimen (Samenkörner können oft viele Jahrzehnte keimfähig im Boden verbleiben und schlummern, bis ein geeigneten Keimzeitpunkt gekommen ist). Nach der Keimung benötigen viele wiederum eine gewisse Zeit um erste Blüten zu entwickeln. Erst langsam setzt auch ein gewisses Wachstum in die Breite ein.
Je gleichmäßiger Klima und Niederschlag sowie die ausgeführten Pflegemaßnahmen sind, umso eher bleibt der Status Quo erhalten. Hierzu sei allerding anzumerken, dass eine dynamische Entwicklung bei Blumenwiesenzusammensetzungen ein durchaus gewollter und wünschenswerter Effekt ist. Die Natur steht nie still und passt sich an die sich laufend verändernden Verhältnisse an. Und mit ihr tun dies auch die zahlreichen Lebewesen wie Insekten, Spinnen im Nahebereich einer Blumenwiese.

Meine Blumenwiese hat kahle Stellen! Wie geht man damit um?

Natürlich soll nicht die halbe Fläche überhaupt keine Vegetation aufweisen. Etwa 2/3 der Fläche sollte mehr oder weniger Vegetatiosbewuchs aufweisen.
Und natürlich darf eine Blumenwiese nicht mit der dichten Grasnarbe einer Wiese verglichen werden. Blumenwiesen sind immer lockerer.
Meisten haben Blumenwiesen aber auch noch nach 2 oder 3 Jahren einige oder auch viele mehr oder weniger große – eben lückige Stellen. Diese Lücken sollen nicht prinzipiell nachgesät werden. Die meisten Lücken schließen sich mit den einhergehenden Jahren ohnehin von selbst, da ja die vorhandenen Pflanzen ihrerseits Samen produzieren und diese auch ausstreuen oder über Wurzelausläufer nach und nach einwandern.
Aber was besonders wichtig ist: Lücken bedeuten Leben! Und zwar für eine Vielzahl von Insekten. Besonders Wildbienen sind auf diese Lücken in der Blumenwiese angewiesen. Denn dort können die erdnistenden Wildbienen ihre Nistgänge anlegen. Wer diese Lücken nun ständig nachsät oder sonst wie manipuliert, verhindert dadurch vielleicht sogar die Ansiedelung dieser wichtigen Wildbienen.
Wiederum andere Wildbiene, welche hohle Pflanzenstängel oder Löcher in Holz besiedeln, holen an solch lückigen Stellen Rohstoffe zur Herstellung ihrer Nisthöhle – auch wenn diese weiter von der Wiese entfernt sein mag.
Also: Auch die Lücke darf sein und hat ihre Bedeutung. Es lohnt sich, die vorhandenen Lücken in seiner Blumenwiese hin und wieder auf solch Lebenszeichen zu inspizieren.